Ein Orchester für den Nawiraum?

Der Wahlpflichtunterricht Naturwissenschaften verbindet nicht nur auf elegante Weise die drei Grundlagenfächer Biologie, Chemie und Physik, sondern auch in einem fächerübergreifenden Sinne die Naturwissenschaft mit der Ästhetik.

 

 

In einer von Schülerinnen und Schülern als sehr anregend empfundenen Einheit des Unterrichts wurden aus verschiedenen Materialien Musikinstruemte gebaut. Diese waren nicht nur Modelle, sondern voll funktionierende Instrumente, die kreativ gespielt werden konnten. Die theoretischen Unterrichtsinhalte zum Thema Schallwellen, Töne, Klänge wurden anhand von Panflöte, Harfe, Pauke, Gitarre, Bass, Rassel, Xylophon und Zitter in die Erlebniswelt der Schüler transportiert. Als Material diente nicht nur Holz, Plastik, Nägel und Schrauben,sondern auch selbst erstellte Modelle mit Hilfe des 3D- Druckers. Resonanzen konnten auf der Haut erlebt werden, Frequenzen mussten aktiv mit Saiten eingestellt werden und die Amplitude spürt man schon mal manchmal deutlich am Finder, wenn das Lineal zu stark vibriert.

 

Aus Sicht der Pädagogen Wencke Langmaack und Dr. Gordon Dzemski ist die Methodik des handlungsorientierten Unterrichts ein Schlüssel, um an der Gemeinschaftsschule Harksheide den naturwisschenschaftlichen Unterricht weiter zu fokusieren. Vor dem Hintergrund der naturwissenschaftlichen Wissensvermittlung auf mehreren integrativen Ebenen sollen die methodischen Zugänge breit angelegt sein, um dem Schüler nicht nur seine Wissens- sondern auch Erfahrungsanreicherung zu ermögichen. Dabei bildet der Brennpunkt der Bemühungen die fundierte Ausbildung zur Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Weitsichtigkeit in naturwissenschaftlichen Fragestellungen.

 

Mit dem unten folgenden Link können Tonbeispiele von den Instrumenten angehört werden. Dabei spielen die Schüler ihr eigenes Instrument und die Aufnahme wurden von den Schülern selbst durchgeführt.

https://soundcloud.com/nawi-wpu-2014

 

Dr. Gordon Dzemski